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Bio-Fleischküchle, Wirsinggemüse und Polenta
Zutateninformation und praktische Ernährungstipps für Ihren Alltag
In der Regel verwenden die Deutschen nur drei verschiedene Beilagen. Nudeln, Reis und Kartoffeln. Dabei könnte man den Beilagenplan doch viel abwechslungsreicher gestalten. Es gibt tolle Alternativen wie z. B. Bulgur, Quinoa und Polenta.
Der Maisgrieß oder Polenta ist in Italien, Rumänien und Moldawien sehr beliebt. Vielleicht auch bald bei Ihnen? Polenta ist fein, mittel oder grob gemahlener Mais.
Vielen ist Polenta noch nicht bekannt, obwohl sie schon im Römischen Reich verzehrt wurde. Sie wird mit Wasser oder Milch gekocht. Oft werden Butter und etwas Käse zugegeben. Nach der Zubereitung kann sie als Beilage z. B. zu kräftigen Fleischgerichten gegessen werden. Man kann Sie auch auf ein Brett ca. 2-3 cm dick aufstreichen, abkühlen lassen und in Schnitten schneiden. Danach die Schnitten in etwas Butter anbraten.
Als Grundlage für Gebäcke und Pfannenkuchen eignet sich Polenta auch gut. Traditionell wurde Polenta im Paiolo (unlegierter Kupfertopf) zubereitet. Hier wurde die Polentamasse eine Stunde regelmäßig in die gleiche Richtung gerührt. Wir machen es uns heute einfach und kaufen die im Handel überwiegend angebotenen Instant-Polenta. Sie ist schon vorgekocht und ist deshalb in ca. 15 Minuten gar. Eine gute Beilagenalternative, die nebenbei noch viel Kalium, Magnesium, Phosphor und Eisen enthält.
Rezept: Fleischküchle + Bratensauce (selbst gemacht)
1 Portion
- 70 g gemischtes Hackfleisch (am besten Bioqualität)
- 20 g Magerquark
- 2 El Paniermehl oder ein trockenes Stück Brot / 1/2 Brötchen
- 1 kleine Zwiebel
- etwas Knoblauch
- 1 El Tomatenmark
- 40 g gemischtes Gemüse (Sellerie, Lauch, Karotte)
- etwas Stärke (Mais, Kartoffel oder Mehl)
- 1 El Rapsöl
- 70 ml Gemüsefond (selbst hergestellt oder Fertigprodukt ohne Zusatzstoffe und Hefeextrakt)
- 20 ml Sahne
- 20 ml Milch 3,5 % Fett
- Salz, Pfeffer
- frische, gemischte Kräuter (Majoran, Estragon, Petersilie, Schnittlauch)
1. Zwiebel und Knoblauch in feine Würfel schneiden. Die Kräuter fein hacken. Das Hackfleisch mit dem Quark, Paniermehl und der Hälfte der Zwiebel- Knoblauchwürfel sowie der Hälfte der Kräuter vermengen. Aus der Masse 2 runde Bällchen formen. Das gemischte Gemüse vorbereiten. Putzen, schälen und in sehr feine Würfel schneiden.
2. Das Rapsöl in einem Topf (kleinen Bräter) erhitzen und die Bällchen rundherum anbraten. Nach ca. 3 Minuten die restlichen Zwiebel- Knoblauchwürfel hinzufügen und nach ca. 1 Minute die Gemüsewürfel, Tomatenmark in den Topf geben. Nochmals 2 Minuten dünsten. Mit der Sahne, Milch und dem Gemüsefond ablöschen und dann den Topf mit Deckel bei ca. 180 Grad 25 Minuten in den Ofen stellen.
3. Zum Schluss die restlichen frischen Kräuter unterheben und mit Pfeffer und Salz abschmecken.
Eventuell den Bratensaft mit etwas Stärkewasser sämig rühren: Stärke (ca. 1/2 Teelöffel) mit etwas kaltem Wasser (ca. 50 ml) glattrühren. Die Stärke-Wassermischung in den leicht köchelnden Bratensaft einrühren bis die Sauce die gewünschte Konsistenz (Sämigkeit) erhält.
4. Mit Kartoffeln oder auch Nudeln servieren.
Zeit:
25 Min. und 25 Min. Ofenzeit
